Thoughts – jetzt einmal auf Deutsch – google translation button on bottom right

From my diary:

Ich moechte einmal meine Gedanken auf Deutsch aufschreiben. Meine Eindruecke, einmal nicht viel nachdenken und nach Worten suchen. Wir ueberqueren gerade Sea de Cortez, haben noch ungefaehr 200 Seemeilen vor uns. Wir haben auf guenstiges Wetter gewartet, da es zurueck gen Norden geht, versuchen wir die heftigsten Nordwinde zu vermeiden. Wenn es in Mexico auf die heissen Sommermonate zugeht, ergeben sich oefter guenstige Wetterfenster fuer die Reise in den Norden, bei denen in guenstigstem Fall der Wind aus Sueden kommt, oder West und auch Ost.

Wir werden 2 1/2 Tage oder laenger unterwegs sein und versuchen so oft wie moeglich die Segel zu hissen. Das wird soweit die laengste Reise sein, bei der wir uns nun nur zu zweit in Schichten abwechseln werden. Es ist Vollmond, was die Naechte wesentlich angenehmer gestalten wird. Dennoch macht es mich nach wie vor nervoes. Wir hatten eine erholsame Nacht in Isla Isabel, dann allerdings einen etwas turbulenten morgen, da sich die Ankerkette um einen Stein gewickelt hatte. Mit geschicktem Lenk -Manoever bekamen wir; nach genauer Anweisung vom Captain vom Bug zu mir hinterm Steuer; die Kette wieder frei. Nochmal Glueck gehabt. Aber wirklich!

Der Tag ist erst halb vorbei und wir noch frisch. Die Angelschnur ist ausgerollt und die Spannung ist gross, ob wir uns ein Abendessen fangen koennen. Das Angeln geht uns beiden nicht unbedingt leicht ab, wir sind nicht sehr geübt und mögen beide eigentlich nur den kleinen Kampf an der Angel und das Essen.

Wenn ein Fisch anbeißt, vergesse ich oft, das wir ja segeln. So aufgeregt bin ich jedes Mal. Aber wenn keiner anbeisst, kein Problem, dann gibt es eben Pasta. 🙂

Ich habe heute mal wieder mehr vom Segeln gelernt. Wenn man allein an Deck ist, kann man auch mal Dinge leicht veraendern und dank einer App (Navionics) erkennen, ob das Segelboot schneller wird oder umgekehrt. Es wirkt sich definitiv positiv auf mein Ego aus, wenn der Captain erst nach 2 Stunden wieder aus seiner Koje auftaucht und nur wenig an den Segeln veraendern muss.

Ich habe heute leider keinen Wal gesehen, hoffentlich war das nicht vorerst das Ende. Ich liebe diese Riesen. Aber dafuer habe ich zum ersten Mal einen Hai direkt hinterm Boot gesehen. Naja, Wale sind mir schon lieber. Schildkroeten und Delphine sind öfter neben dem Segelboot aufgetaucht.

Ich freue mich schon auf neue Orte zwischen La Paz und Loreto in der Sea de Cortez. Es soll dort wunderschoen sein, bildschoene einsame Straende und Inseln. Ich bin gespannt.

Morgen ist Ostern und ich koche gleich noch ein paar Eier, um sie dann mit Mats zu bemalen. Gestern hab ich noch ein Brot gebacken, klasse, das das mit dem Omnia Ofen auch an Bord geht. Wir haben keinen richtigen Ofen. In dem Omnia bereitet man alles genauso vor und stellt es dann auf den Brenner. Hab jetzt gut raus wie hoch ich die Flamme stellen kann und auf das Ergebnis bin ich ein kleines bischen stolz. 🙂

Ich bin mir sicher, das ich auf dieses grosse Abenteuer mit Respekt zurueckblicken werde. Es war gar nicht einfach den Entschluss zu fassen, den sicheren Hafen und die Umgebung und Freunde die man liebt, das Leben das man sich aufgebaut hat, auf ungewisse Zeit den Ruecken zu kehren. Der Reiz und der Stolz die Angst zu ueberwinden und das Vertrauen sich in gute und erfahrene Haende des Captains zu begeben, haben dann letztendlich gewonnen. Naja, ein bischen Verruecktheit ist da wohl auch im Spiel, oder Abenteuerlust? Man kann da wohl unterschiedliche Woerter fuer finden… vielleicht , bescheuert? LOL…

Die Gewissheit, das das Leben in Sausalito wahrscheinlich auch noch so da ist, wie wir es verlassen haben, wenn wir dann mit der Reiserei fertig sind, beruhigt ein bischen.

Dem kleinen Mats tut es gut, beide Elternteile um sich zu haben. Zumindest hoffe ich das, denn es sind leider oft kleine oder groessere Kabbeleien an der Tagesordnung. Man versteht sich nicht auf einmal besser, wenn man 24h am Tag zusammen ist. Kleine Auszeiten sind fuer mich notwendig, aber sehr selten moeglich. Der Sport fehlt mir total um mich auszutoben und besser zu fuehlen.

Mensch, das hoert sich fuer den ein oder anderen jetzt bestimmt ganz schoen negativ an. Von wegen, was hat die denn da zu meckern, segelt durch die Welt und arbeitet nicht. Kann nonstop mit der Familie zusammen sein. Die hat es doch wohl gut. Und ihr habt recht. Ich habe es gut, solang nix schief geht und man sich versteht. 🙂

Also moechte ich mich in diesem Sinne vorerst verabschieden. ICH HAB ES GUT und werde weiterhin versuchen dieses mit coolen Photo’s und Video’s zu beschreiben. Fuer mich, uns und die, die immer noch am Ball sind! FROHE OSTERN!

Danke an alle, die an mich glauben und unterstuetzen! ❤

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